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Berührung, die bewegt

Aktualisiert: Mai 10


Was brauchst du im Leben um glücklich und gesund zu sein?


Liebe? Freiheit? Berührung? Freude? Geborgenheit? Sicherheit? Familie und Freunde? Anerkennung? Ausgewogene Ernährung? Sorglosigkeit?


Sind es nicht genau diese Dinge, die den meisten Menschen nun reduziert oder gar nicht zur Verfügung stehen? Um vor Krankheit durch Ansteckung zu schützen leben wir zur Zeit in einer Welt, in welcher uns genau die Faktoren genommen werden, welche wir eigentlich brauchen, um in Balance zu sein.

Wodurch haben wir die grösste Chance gesund zu bleiben und doch LEBEN zu können? Ist es die Flucht und Verhinderung von äusseren Einflüssen oder die innere Stärke und das (Ur)Vertrauen?

Wir können nicht ständig die ganze Welt desinfizieren und uns von allem und jedem fern halten. Die Sache von der anderen Seite her anzupacken ist wohl zielführender. Nach dem Motto von Louis Pasteur: "Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles."


Was ist anders bei den Menschen, die nicht der Angst vor dem Virus verfallen sind, sondern Vertrauen und Gelassenheit gewählt haben?

Darunter sind ja auch viele kranke und betagte Menschen, die eigentlich am ehesten Grund zur Beunruhigung hätten. Steht es Jüngeren, Gesunden zu, darüber zu urteilen, wenn beispielsweise ein 90-jähriger Mann selber einkaufen geht, weil er das so will? So falsch kann er ja nicht liegen mit seinem Lifestyle wenn er so alt geworden ist und noch selbstständig unterwegs sein kann. Bleibt er vital durch Freude und Bewegung oder durch ängstliches stillhalten in der Isolation?


Was sich zeigt ist, dass die Angst sich als viel ansteckender und bedrohlicher erwiesen hat als das Virus selbst und deren Auswirkung, sowie die getroffenen Massnahmen, viel mehr und länger anhaltende, negative Auswirkungen zeigen auf die Gesundheit der Menschen. Die mentale und seelische Gesundheit leidet stark, folglich auch die physische Gesundheit. Und das beim vermeintlichen Versuch gesund zu bleiben.


Nach der anfänglichen Solidarität untereinander kam die Feindseligkeit. Beim Einkaufen macht jeder einen grossen Bogen um den anderen, bei Barzahlung, wenn überhaupt erlaubt, werden Handschuhe angezogen, Plexiglasscheiben dominieren das Bild in sämtlichen Einrichtungen, in denen man sich begegnet. Jeder sieht den anderen als Bedrohung. Die Menschen scheinen im Glauben zu leben, sich durch diese Distanz und ständige Desinfektion von allem und jedem für immer (oder bis zur Impfung) vor Infektion zu schützen. Es scheint, als hätte es vor Corona keine Krankheitserreger gegeben, was natürlich nicht so ist und doch gibt es Überlebende, und doch hatten wir ja schon vorher ausgelastete Spitäler, Arztpraxen und Gesundheitseinrichtungen.

Was ist jetzt wirklich anders und wie lange möchte oder kann der Mensch so leben? Wie weit wird es je gelingen diese Angst vor Ansteckung loszulassen und was kann dabei helfen?


Wir müssen lernen damit zu leben, genau wie mit all den anderen "Gefahren" des Lebens. Sollten wir nicht jeden Tag, jede Umarmung, jeden Glücksmoment geniessen? Denn wer weiss, ob diese geliebte Person auch morgen noch da ist?

Ohne Wirt kann kein Virus überleben, also achten wir doch lieber darauf, Viren nicht zu bewirten. Sind die biochemischen Prozesse, welche durch Angst, Einsamkeit und Kummer ausgelöst werden also nicht viel bedrohlicher? Ich denke schon. Eine Antwort liefert auch die Tatsache, dass sozial gut eingebettete Menschen jeweils schneller genesen, Kinder mit dem Weinen aufhören, wenn sie von den Eltern in den Arm genommen und getröstet werden. Es ist diese Kraft der Liebe und der Berührung, die uns eben berührt und bewegt.


Ich möchte mich hier nicht aus dem Fenster lehnen und die getroffenen Massnahmen kritisieren. Wie angemessen und berechtigt diese noch sind, basierend auf den aktuellen Daten, Fakten und Erfahrungen, darüber streiten sich schon genug. Ich möchte eher an die Eigenverantwortung und den gesunden Menschenverstand appellieren.


Wer Angst hat, kann nicht mehr klar denken, ist ständig im Kampf- oder Fluchtmodus. Was passiert dann? Man ist geschwächt und anfällig, früher oder später. Es passiert genau das, was man eben nicht will.

Krankheit und Tod gehören zum Leben, doch der natürliche Umgang damit fällt vielen schwer. Aus der Angst entsteht das Bedürfnis nach Kontrolle. Auf keinen Fall will man diese verlieren. Doch manchmal ist es Zeit loszulassen und darauf zu vertrauen, dass das Richtige passiert.


Was kannst du für dich tun um sicher, wohl und gesund zu fühlen? Was hilft dir vital und glücklich zu sein? Wie findest du aus der Angst in die Gelassenheit und das Vertrauen in dich und deinen Körper? Das sind die Fragen, die man sich stellen sollte und nicht: "Ui, der da vorne könnte infiziert sein! Und die da auch! Ob ich mich wohl grad schon angesteckt habe?? Grad spür ich so ein Kratzen im Hals...!"


In welchem Ausmass und über welchen Zeitraum wer welche Schutz- und Distanzmassnahmen trifft, kann hoffentlich je länger je mehr wieder jeder selber entscheiden. Hauptsache man bewegt sich im persönlichen Wohlfühlbereich.


Wenn auch du deine Angst loslassen möchtest, kann ich dich vielleicht darin unterstützen. In der Komplementärtherapie geht es darum, deine Genesungskompetenz und Selbstregulation zu stärken. Im Gespräch und durch die körpertherapeutische Methode Shiatsu. Berührung, die bewegt.




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